Was nicht funktioniert

Oft werden alternative Lösungen zur Kontrolle der Taubenpopulation vorgeschlagen. Über die Unterpunkte in der Menüleiste oben sehen Sie, warum diese in der Praxis nicht zum Erfolg führen.

Gestatten Sie uns noch eine Vorbemerkung, die für alle Tötungsmethoden gilt:

  1. Ethischer Aspekt
    Wussten Sie, dass Tauben – wie jeder Mensch, jeder Hund, jedes Schwein und jede Katze – über eine ganz einzigartige Persönlichkeit verfügen? Keine Taube ist wie die andere: die eine ist ängstlich, die andere ist neugieriger, die meisten – aber eben nicht alle – riskieren ihr Leben für die Verteidigung ihres Nachwuchses, manche sind besonders intelligent …

    –> Jedes dieser Lebewesen ist einzigartig und leidensfähig. Sie haben – wie wir Menschen – ein Recht, auf diesem Planeten zu leben. Aus ethischen Gründen verbietet es sich, diese Tiere – beispielsweise wegen ihres (relativ harmlosen) Kotes – zu töten. Bei einem Hund ist dies offensichtlich, warum also nicht bei Tauben?

  2. Juristischer Aspekt
    Alle Tötungsmethoden stellen einen schweren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar. Nach § 17 ist es verboten, ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund zu töten. Der harmlose Kot ist kein solcher Grund – und Seuchengefahr auch nicht, denn das Bundesumweltministerium hat schon 1987 festgestellt, dass von Stadttauben keine Seuchengefahr ausgeht und dass sie keine "Schädlinge" sind. Zusätzlicher juristischer Aspekt: Bei allen Maßnahmen muss immer das "mildeste Mittel" gewählt werden. Da als milderes Mittel die erprobte Gipsei-Attrappen-Lösung existiert, sind Tötungsaktionen schon allein deshalb rechtswidrig.

    –> Falls Sie Tötungen von Tauben beobachten, geben Sie uns bitte umgehend Bescheid und dokumentieren Sie den Vorfall so genau wie möglich. Wir werden alles daran setzen, die Täter – egal ob Privatpersonen, Behördenmitarbeiter oder Firmen – ihrer gesetzlichen Strafe zuzuführen.