Konzept

In der Vergangenheit hat es zahlreiche Ansätze gegeben, die Stadttaubenpopulation zu kontrollieren. Die meisten waren aus Tierschutzgründen problematisch, mit teilweise hohen Kosten verbunden und letztlich – was viele leidgeplagte Anwohner und Geschäftsinhaber selbst erfahren mussten – nie von dauerhaftem Erfolg gekrönt. Aufgrund der hohen Brutleistung scheiterten alle herkömmlichen Versuche.

Eine Lösung der Stadttaubenproblematik kann folglich nur über die Regulation der Brutleistung erfolgen. Dabei sind die naheliegendsten Ansätze oft die Besten: Das Gipsei-Modell (auch "Augsburger Modell" oder "Aachener Modell" genannt) wird bereits seit 1988 in vielen Städten erfolgreich praktiziert. Die Lösung ist ganz einfach:

  • Die Eier der brütenden Tauben werden durch Gipseier ersetzt!
  • Dazu werden an mehreren Plätzen Taubenschläge errichtet.
  • Durch gezielte Fütterung werden die Tiere veranlasst, in diese umzuziehen.

Die Vorteile

  • Der Austausch der Eier ist eine effektive und dauerhafte Lösung, um die Population einzudämmen.
  • Verbleibende Tauben halten sich 90 % der Zeit im Taubenschlag auf und setzen dort ihren Kot ab.
  • Die Gipsei-Methode ist tierfreundlich. Ansätze wie Tötungen oder qualvolles Verhungernlassen von Tieren widersprechen eklatant dem Tierschutzgedanken.
  • Das Konzept spart massiv Reinigungskosten und hat sich als kostengünstigste Variante erwiesen.