Fütterungsverbot

Stadttauben wurden vom Menschen über 7000 Jahre lang daraufhin gezüchtet, unabhängig von den äußeren Gegebenheiten möglichst viel zu brüten (sog. Brutzwang). Deswegen hängt die Zahl des Nachwuchses nicht – wie bei den meisten anderen Tieren – vom Nahrungsangebot ab. 

Fütterungsverbote sorgen zwar dafür, dass viele Jungtiere qualvoll verhungern. Nach dem Tod ihrer Jungen fangen die Eltern jedoch sofort wieder an zu brüten. Folglich können diese Verbote keinen langanhaltenden "Erfolg" bringen, was viele Stadtverwaltungen nach jahrzehntelangen Versuchen bestätigen. 

Durch Fütterungsverbote sind Tauben zudem darauf angewiesen, sich von Resten und Abfall zu ernähren. Davon bekommen sie Durchfall (sog. Hungerkot), der die Städte verschmutzt. Um nicht zu verhungern, müssen die Tiere den ganzen Tag lang zu Fuß in der Stadt nach Essbarem suchen und bei Menschen betteln. Bestehende Probleme werden also durch Fütterungsverbote weiter verschärft.

Betreute Taubenschläge lösen diese Probleme für Bürger, Stadtverwaltungen und Tauben. Die Tiere erhalten dort artgerechtes Körnerfutter, bleiben gesund und halten sich (da sie nicht auf Nahrungssuche gehen müssen und aufgrund ihrer Standorttreue) überwiegend im Schlag auf. Statt in der Fußgängerzone landen nun 80–90 % des Taubenkotes im Taubenschlag und werden von dort fachgerecht entsorgt. Zudem ersetzen wir die Taubeneier durch Gipseier und können so die Taubenpopulation nachhaltig und effektiv kontrollieren.

Halbverhungerte Taube wegen Fütterungsverbot

Beispiel für eine Taube, die aufgrund des Bonner Fütterungsverbotes kurz vor dem Hungertod stand. Erschütternd, wie man die blanken Knochen sieht! Normalerweise ist das im Bild zu sehende Brustbein von Fleisch überwachsen. Welche Qualen muss die Taube wegen dieser letztendlich nutzlosen gesetzlichen Regelung erlitten haben?